Freitag, den 20. Juni 2008 um 01:00 Uhr
Anfang Juni 2008 fiel der Startschuss für das Projekt "E-Government-Referenzstädte", einer Kooperation von Bundeskanzleramt und Österreichischem Städtebund zur weiteren Stärkung von E-Government in Österreich. Aktuell befindet sich das Projekt in die Phase der konkreten Umsetzung.
Mit der auf drei Jahre projektierten Initiative wird medienbruchfreies E-Government in 16 ausgewählten Referenzstädten sowie der Referenzregion Kärnten realisiert. Im Mittelpunkt der Verwaltung stehen durchgängige elektronische Prozesse - vom Onlineantrag der BürgerInnen bis hin zur dualen Postzustellung (elektronisch/physisch) von Erledigungen und automatisierter Erfassung der Rückscheine im Backoffice der Behörde.
Begonnen wurde mit der Überprüfung von kommunalen Webauftritten sowie des jeweiligen Formularangebots hinsichtlich Barrierefreiheit und E-Government-Konformität. Ein wichtiger Bereich ist die Implementierung der dualen Zustellung in ausgewählten Referenzstädten, die ein enormes Einsparungspotential an Verwaltungskosten bietet. Um die elektronische Übermittlung bzw. Zustellung im kommunalen Bereich zu Sonderkonditionen für die betroffenen Städte und Gemeinden auf Schiene zu bringen, soll eine Kooperation mit dem derzeit einzigen am österreichischen Markt befindlichen Zustelldienst "meinbrief.at" genutzt werden. Weiters wurde ein E-Government-Schulungsangebot in Kooperation mit der Verwaltungsakademie des Bundes zusammengestellt, das auf die speziellen Bedürfnisse der Referenzstädte abgestimmt ist und kostenlos zur Verfügung gestellt wird.